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  aktuelles : connecting knowledge in communications - bridging the gap between training and employment
   
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Im Auftrag der Deutschen UNESCO Kommission
 
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Bericht zur Konferenz
"Connecting Knowledge in Communications - Bridging the Gap between Training and Employment"
April 14-17, 1999 in Montréal, Canada

Rainer Kuhlen, UNESCO Communications Chairholder, ORBICOM
Persönliches Mitglied der Deutschen UNESCO-Kommission

Konstanz 19.4.1999

   
  Summary

 

Unter der organisatorischen Leitung von ORBICOM und der Universität Montréal (UQÀM) fand am 15. und 16. April in Montréal eine internationale Konferenz zum Thema "Connecting Knowledge in Communications - Bridging the Gap between Training and Employment" statt, zu der Teilnehmer aus ca. 60 Staaten angereist waren, zahlreich auch aus asiatischen, afrikanischen und südamerikanischen Ländern.

Im Anschluß an die Konferenz fand eine Generalversammlung von ORBICOM statt. ORBICOM war bis dahin eine von UNESCO, Paris, und UQÀM eingerichtete Assoziation als ein Netzwerk von UNESCO Chairs in Communications (derzeit 22 Chairs) und assoziierten Mitgliedern (ca. 200). Die Assoziation wurde auf der Versammlung in eine Corporation nach Québéc'schem Recht umgewandelt, um die Schlagkraft zu erhöhen und Rechts- und Finanzierungsprobleme der Assoziation zu lösen. Ziel von ORBICOM ist, ganz allgemein, die Förderung von Kommunikation in der Welt, um - im Sinne der UNESCO - die Bereiche Ausbildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation/Medien zu befördern und einen Beitrag zum Frieden in der Welt und zu einem geglückten Leben aller einzelnen Menschen zu leisten. Es wurde beschlossen, das Netzwerk der UNESCO Chairs zunächst eher zu konsolidieren als auszubauen. Konkrete Projekte sind der Aufbau und Betrieb von elektronischen Kommunikationsforen und einer internationalen Expertendatenbank auf dem Gebiet der Kommunikation (bei denen Deutschland vom Konstanzer UNESCO Chair aus eine führende Rolle spielen soll) sowie die Durchführung von einer Reihe regionaler Workshops, die dem Thema des "Lernen des Lernens" gewidmet sein sollen. Inhaltliche Initiativen werden von den nationalen Chairs und ihrer Kooperation mit anderen Partnern erwartet. Auf der Konferenz war gute Gelegenheit, die Kontakte zwischen den Chairs zu intensivieren. Angesichts der engen Finanzierungsmöglichkeiten durch die ORBICOM-Zentrale und der begrenzten Fördermöglichkeiten der UNESCO sollen jeweils nationale Mittel rekrutiert werden, die allerdings gänzlich bei dem jeweiligen nationalen Chair eingesetzt werden sollen. UNESCO wurde verschiedentlich aufgefordert, die finanziellen Mittel für Information, Kommunikation und Informatik drastisch zu erhöhen (bislang machen sie offenbar nur ca. 5% des Gesamtbudgets aus).

Die Konferenz beschäftigte sich damit, welche Modelle, vor allem der Kooperation, entwickelt werden können, um in allen Teilen der Welt effiziente Ausbildungsstrukturen aufbauen zu können, die gleichermaßen den Bedürfnissen der Wirtschaft und den Autonomieanforderungen der Universitäten bzw. der Wissenschaft entgegenkommen können. Qualifizierte Ausbildung ist die Basis für die Bildung von Wissenskapital und unabdingbare Voraussetzung, in gegenwärtigen Gesellschaften bestehen und um demokratische und aufgeklärte Gesellschaftsstrukturen entwickeln zu können. Veränderte Qualifikationsprofile wurden diskutiert. Vernünftige Kompromisse zwischen formaler, technischer und sozialer, kommunikativer Kompetenz müssen gefunden werden. Auf die Bedeutung der Entwicklung von informationsethischen Maximen in der globalen und multikulturellen Gesellschaft wurde immer wieder hingewiesen. Die neue Rolle des Staates in der Informations-/Wissensgesellschaft als Koordinator und Stimulator der Entwicklung wurde an konkreten (erfolgreichen) Beispielen, z.B. Malaysia, Korea, besprochen, ebenso die veränderte Rolle der bisherigen Medienprofessionellen (Journalisten, Verleger) zur Bildung öffentlicher Meinung in einer Welt der elektronischen Publikumsmärkte, in der heute jeder einzelnen, stärker als je zuvor, öffentlichkeitsbildend tätig werden kann. Vor allem bezüglich des letzteren Problems war die Ansichten durchaus kontrovers. Sahen die einen schon das Ende des klassischen Medienprofessionalismus, so sahen andere die Bedeutung der Journalisten zur Selektion, Verifikation und Bewertung eher steigen. Vor allem von Seiten von Teilnehmern aus afrikanischen Staaten wurde der sich fortsetzende Knowledge gap beklagt und die Pflicht der entwickelten Staaten, dies zu beseitigen, angemahnt. Allerdings wurde ebenso von Mittelstaaten die Pflicht der Staaten der Dritten Welt angemahnt, aus sich heraus neue Modelle für Ausbildung und aktivem (nutzendem und bereitstellendem) Zugriff auf die Dienste im Umfeld des Internet zu entwickeln.

 
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letzte Änderung am 25.05.1999