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Zum Ende des 20. Jahrhunderts und mit Blick auf das 21. Jahrhundert
ist das Schlagwort Informationsgesellschaft als Kennzeichen unserer
Gesellschaftsform in aller Munde.
Die Realisierung weltumspannender elektronischer Kommunikationsmedien
ermöglicht uns zeit- und ortsunabhängig sämtliche verfügbaren Information
abzurufen oder zu verschicken, mit jedem in Kontakt zu treten, online-shoppend
zu konsumieren, über Kontinente und Zeitzonen hinweg in real-time
zu chatten.
Ein neuer offener, körperloser und immateriellen Sozialraum wächst
in den globalen Datennetzen und bietet uns eine schier unüberschaubare
Anzahl z.T auch personalisierter Dienstleistungen und Produkte.
In Koinzidenz mit dieser Kommerzialisierung wird die Bedeutung persönlicher
(Konsumenten-)Information erkannt und der Bedarf danach wächst bei
Unternehmen im Umfeld elektronischer Märkte.
Auf der anderen Seite zielt der Staat darauf, seine Kontroll-
und Abhörmaßnahmen auf die "neuen Medien" auszuweiten, um damit
verlorene Steuerungsfähigkeit in globalen virtuellen Welten zu kompensieren.
Aufgrund der Digitalisierung der Informations- und Kommunikationstechnik
verursacht jede Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechnik
elektronische, uns identifizierende Spuren und ermöglicht damit
durch Auswertung und Zusammenführung eine intensivere Überwachung
und Kontrolle als bisher. Die Sprache ist vom gläsernen Konsument,
Surfer oder Staatsbürger.
Pessimisten skizzieren ein Orwell´sches Szenarium, in dem der Einzelne
zwischen Big Brother Staat und den Small Brothers der Wirtschaft
zur offenen Akte mutiert. Das Kommunikationsgeheimnis droht durch
staatliche und wirtschaftliche Begehrlichkeiten und begünstigt durch
die technischen Voraussetzungen an den Rand der Informationsgesellschaft
gedrängt zu werden, das Ende der Anonymität in den immateriellen
Informationsräumen scheint das Ende der Privatheit zu bedeuten und
bedroht damit für westliche Demokratiestandards fundamentale Persönlichkeitsrechte.
Wie kann nun eine den verschiedenen Interessen gerecht werdende
(Neu-) Bestimmung von informationeller Privatsphäre im Umfeld
moderner Informations- und Kommunikationstechnik der elektronischen
Märkte aussehen?
Wie kann der legitime staatliche Anspruch zur adäquaten Überwachung
und der Informationsbedarf wirtschaftlicher Akteure mit dem Recht
und der Gewährleistung angemessener Privacy des Einzelnen in
Einklang gebracht werden?
Artikel
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| Verdoppelte
Welten |
| Otto Ulrich |
| Unsichtbare Spuren im Internet.
Der Schutz der elektronischen Privatsphäre des Netzbürgers
ist nicht gesichert. Privatheit - Errungenschaft der "bürgerlichen
Revolution" des 19. Jahrhunderts droht unter die Räder
der "digitalen Revolution" im 21. Jahrhundert zu kommen |
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© 2000 Nethics e.V.
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| "Datenskandale" |
Tilman Braun
Beispiele von "Datenskandalen", um die Brisanz des Themas
zu illustrieren |
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© 2000 Nethics e.V.
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| Privacy
gefährdende Tendenzen |
| Tilman Braun |
-Elektronisierung und Digitalisierung
der Telekommunikation in globalen Computernetzen
-Wachsende Datenkommunikation
-Interaktionsdaten und elektronische Spuren, "User Tracking"
-Informationsbedarf der Unternehmen
-Staatliche Überwachung
-Spamming |
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© 2000 Nethics e.V
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| Ideen,
Konzepte, kulturelle Unterschiede |
| Tilman Braun |
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-Privatheit als überaltetes Konzept
-neue Funktionsweisen von informationsintensiven Produkten
und Dienstleistungen
-unterschiedliche Lösungswege aufgrund unterschiedlich
geprägter Kulturen: Markt - Staat (USA - Europa: Selbstregulierung,
Staatsintervention)
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© 2000 Nethics e.V
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Materialien
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